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CHEMIRA INSIGHTS

Sechs Kohlenstoffatome. Unzählige Möglichkeiten.

n-Hexan

Ob bei der Extraktion, in der chemischen Synthese oder bei analytischen Verfahren: n-Hexan gehört zu den etablierten unpolaren Lösungsmitteln der chemischen Industrie. Der aliphatische Kohlenwasserstoff zeichnet sich durch seine geringe Polarität, gute Löslichkeit für zahlreiche unpolare Substanzen und vergleichsweise niedrige Siedetemperatur aus. Diese Kombination macht ihn für unterschiedliche industrielle Prozesse interessant.

Besonders dort, wo Öle, Fette, Wachse oder andere hydrophobe Stoffe gelöst, extrahiert oder verarbeitet werden müssen, kann n-Hexan seine charakteristischen Eigenschaften ausspielen. Gleichzeitig ermöglicht die hohe Flüchtigkeit eine vergleichsweise einfache Abtrennung des Lösungsmittels durch Verdampfung und anschliessende Kondensation.

Allerdings verlangt der industrielle Umgang mit n-Hexan besondere Sorgfalt. Die Flüssigkeit ist leicht entzündlich und kann bei wiederholter oder längerer Exposition das Nervensystem schädigen. Für die Auswahl sind deshalb neben den technischen Eigenschaften auch die Arbeitssicherheit, die regulatorischen Anforderungen und die jeweilige Produktqualität entscheidend.

Als Schweizer Chemikalienhändler unterstützt Chemira industrielle Kunden bei der Auswahl und Beschaffung geeigneter chemischer Rohstoffe. Dabei stehen die technischen Anforderungen und eine zuverlässige Versorgung im Mittelpunkt.

Was ist n-Hexan?

n-Hexan ist ein gesättigter, unverzweigter Kohlenwasserstoff aus der Stoffklasse der Alkane. Das Molekül besteht aus sechs Kohlenstoffatomen und vierzehn Wasserstoffatomen. Seine Summenformel lautet C₆H₁₄, während sich die Strukturformel als CH₃–(CH₂)₄–CH₃ darstellen lässt.

Der Buchstabe «n» steht für «normal» und bezeichnet die unverzweigte Kohlenstoffkette. Diese Unterscheidung ist wichtig, da die Summenformel C₆H₁₄ insgesamt fünf Strukturisomere umfasst. Dazu gehören neben n-Hexan auch verschiedene verzweigte Hexane.

Obwohl diese Verbindungen dieselbe Summenformel besitzen, unterscheiden sie sich in ihren physikalischen Eigenschaften. Insbesondere die Siedetemperaturen können voneinander abweichen. Für industrielle Anwendungen ist deshalb entscheidend, ob tatsächlich reines n-Hexan oder ein technisches Hexangemisch eingesetzt wird.

Unter normalen Umgebungsbedingungen liegt die Verbindung als farblose, leicht flüchtige Flüssigkeit vor. Ihr Geruch wird häufig als benzinartig beschrieben. Aufgrund ihrer unpolaren Molekülstruktur ist sie in Wasser nur sehr gering löslich, besitzt jedoch eine gute Affinität zu vielen unpolaren organischen Stoffen.

Chemische Identifikation und wichtige Kenndaten

Die eindeutige Identifikation eines chemischen Rohstoffs ist eine wesentliche Voraussetzung für die korrekte Beschaffung, Verarbeitung und Dokumentation. Gerade bei Kohlenwasserstoffen mit ähnlichen Bezeichnungen verhindert sie Verwechslungen zwischen einzelnen Stoffen und technischen Mischungen.

EigenschaftWert
Chemische Bezeichnungn-Hexan
CAS-Nummer110-54-3
EG-Nummer203-777-6
SummenformelC₆H₁₄
Molare Masse86,18 g/mol
StoffklasseAlkane
StrukturUnverzweigte C6-Kette
Aggregatzustand bei 20 °CFlüssig
Siedepunktca. 69 °C
Schmelzpunktca. −95 °C
Dichte bei 20 °Cca. 0,661 g/cm³
Wasserlöslichkeitca. 9,5 mg/L
Flammpunktca. −22 °C

Die Angaben beschreiben den reinen Stoff und können bei technischen Gemischen abweichen.

Synonyme und alternative Bezeichnungen

Im internationalen Chemikalienhandel wird n-Hexan unter verschiedenen Bezeichnungen geführt. Zu den gebräuchlichen Namen gehören Normalhexan, normal-Hexane, Hexane und Hexylhydride.

Bei der Bestellung sollte allerdings nicht allein auf den Produktnamen geachtet werden. Die Bezeichnung «Hexan» kann im Handel auch für Kohlenwasserstoffgemische verwendet werden, deren Zusammensetzung nicht mit reinem n-Hexan übereinstimmt.

Die CAS-Nummer 110-54-3 dient deshalb als wichtiger Identifikator. Zusätzlich sollten die Reinheit, mögliche Begleitstoffe und gegebenenfalls der Isomerengehalt anhand der Produktspezifikation überprüft werden.

Anders als beispielsweise bei bestimmten anorganischen Salzen spielen Hydrationsformen wie Monohydrat oder Dihydrat hier keine Rolle. n-Hexan bildet keine entsprechenden kristallinen Hydrate.

Physikalische und chemische Eigenschaften

Die industrielle Bedeutung von n-Hexan ergibt sich vor allem aus dem Zusammenspiel seiner physikalischen Eigenschaften. Besonders relevant sind die geringe Polarität, die niedrige Siedetemperatur und das ausgeprägte Lösevermögen gegenüber vielen hydrophoben Stoffen.

Unpolarer Charakter und Lösevermögen

Als Alkan besitzt n-Hexan keine stark polaren funktionellen Gruppen. Die Elektronenverteilung innerhalb des Moleküls ist weitgehend unpolar, weshalb die Verbindung insbesondere mit anderen unpolaren Substanzen gut wechselwirken kann.

Dazu zählen zahlreiche Öle, Fette, Wachse und bestimmte organische Verbindungen. Für wasserlösliche Salze oder stark polare Stoffe ist das Lösungsmittel dagegen im Allgemeinen ungeeignet.

Dieser Unterschied lässt sich mit dem chemischen Grundsatz «Ähnliches löst sich in Ähnlichem» erklären. Unpolare Stoffe werden bevorzugt durch unpolare Lösungsmittel aufgenommen, während polare Substanzen häufig andere Lösungsmittelsysteme benötigen.

Die tatsächliche Löslichkeit hängt dennoch immer von der konkreten Substanz, der Temperatur und der Konzentration ab. Für industrielle Formulierungen empfiehlt sich deshalb eine anwendungsbezogene Prüfung.

Flüchtigkeit und Siedeverhalten

Mit einem normalen Siedepunkt von ungefähr 69 °C zählt n-Hexan zu den vergleichsweise niedrig siedenden organischen Lösungsmitteln.

Das ermöglicht die Abtrennung aus geeigneten Produktgemischen durch Destillation oder Verdampfung. In geschlossenen Anlagen kann der entstehende Dampf kondensiert und das zurückgewonnene Lösungsmittel erneut auf seine Verwendbarkeit geprüft werden.

Die niedrige Siedetemperatur kann insbesondere bei temperaturempfindlichen Produkten vorteilhaft sein. Allerdings hängen die tatsächlichen Prozessbedingungen vom Druck, der Zusammensetzung des Gemisches und der verwendeten Anlagentechnik ab.

Gleichzeitig führt die hohe Flüchtigkeit zu einer erhöhten Bedeutung von Emissionskontrolle, Explosionsschutz und ausreichender Lüftung.

Dichte und Mischbarkeit

Mit einer Dichte von ungefähr 0,661 g/cm³ bei 20 °C ist n-Hexan deutlich leichter als Wasser. Bei einer Mischung mit Wasser bildet sich aufgrund der geringen gegenseitigen Löslichkeit normalerweise eine separate organische Phase.

Diese Phasentrennung kann bei Extraktionsprozessen genutzt werden, um geeignete organische Stoffe aus wässrigen Systemen abzutrennen.

Mit zahlreichen organischen Lösungsmitteln ist die Verbindung dagegen mischbar. Ob ein bestimmtes Gemisch für einen industriellen Prozess geeignet ist, muss anhand seiner gesamten Zusammensetzung beurteilt werden.

Die Eigenschaften von n-Hexan sind in toxikologischen und physikalisch-chemischen Referenzdaten dokumentiert.

Herstellung und Herkunft von n-Hexan

n-Hexan stammt industriell überwiegend aus der Verarbeitung von Erdöl. Die Verbindung ist Bestandteil bestimmter Kohlenwasserstofffraktionen und kann durch geeignete Raffinerie- und Trennverfahren gewonnen werden.

Bei der Erdölverarbeitung werden zunächst verschiedene Fraktionen anhand ihrer Siedebereiche getrennt. Leichte Kohlenwasserstofffraktionen enthalten unterschiedliche Alkane, darunter auch Verbindungen mit sechs Kohlenstoffatomen.

Für die Gewinnung definierter Produktqualitäten sind anschliessend weitere Trenn- und Reinigungsschritte erforderlich. Dabei können Destillationsverfahren eingesetzt werden, um Bestandteile mit unterschiedlichen Siedeeigenschaften voneinander zu trennen.

Eine besondere Herausforderung besteht darin, dass mehrere C6-Kohlenwasserstoffe ähnliche physikalische Eigenschaften aufweisen. Die Herstellung hochreiner Qualitäten erfordert daher eine entsprechend ausgelegte Aufbereitung.

Je nach Herstellungsverfahren und Produktspezifikation können sich Reinheit und Gehalt an Begleitstoffen unterscheiden. Diese Unterschiede beeinflussen sowohl die technische Eignung als auch die sicherheitsrelevanten Eigenschaften.

Für industrielle Abnehmer ist deshalb nicht nur die Herkunft des Rohstoffs entscheidend, sondern vor allem eine nachvollziehbare Spezifikation. Sie bildet die Grundlage für reproduzierbare Prozesse und eine gleichbleibende Produktqualität.

Industrielle Anwendungen von n-Hexan

Die Einsatzmöglichkeiten von n-Hexan konzentrieren sich auf Verfahren, bei denen ein unpolares, flüchtiges organisches Lösungsmittel benötigt wird. Die konkreten Anwendungen reichen von der Extraktion über die chemische Verarbeitung bis zur Laboranalytik.

Extraktion von pflanzlichen Ölen

Eine der bekanntesten industriellen Anwendungen ist die Extraktion von Ölen aus ölhaltigen pflanzlichen Rohstoffen. Dazu gehören beispielsweise Sojabohnen und verschiedene Ölsaaten.

Bei der Lösungsmittel-Extraktion kommt der Rohstoff mit einem geeigneten Kohlenwasserstofflösungsmittel in Kontakt. Ölbestandteile gehen dabei in die organische Phase über und können anschliessend vom festen Ausgangsmaterial getrennt werden.

Das resultierende Öl-Lösungsmittel-Gemisch wird weiterverarbeitet, um das Lösungsmittel abzutrennen und nach Möglichkeit zurückzugewinnen.

In der Praxis kommen häufig technische Extraktionshexane zum Einsatz. Diese bestehen nicht zwingend ausschliesslich aus reinem n-Hexan. Die Zusammensetzung kann je nach Hersteller und Verwendungszweck variieren.

Für Anwendungen im Lebensmittelbereich gelten besondere Anforderungen an die Zulässigkeit, Qualität und Rückstandskontrolle. Eine beliebige technische Qualität ist hierfür nicht automatisch geeignet.

Chemische Synthese und Reaktionsmedien

In der organischen Chemie kann n-Hexan als Lösungsmittel oder Bestandteil eines Lösungsmittelgemisches verwendet werden. Seine geringe Polarität ermöglicht den Einsatz bei geeigneten Reaktionen und Aufarbeitungsschritten.

Ein Vorteil besteht darin, dass die Verbindung unter vielen üblichen Bedingungen chemisch relativ reaktionsträge ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie mit sämtlichen Reagenzien oder Prozessbedingungen kompatibel wäre.

Besonders bei Reaktionen mit stark oxidierenden Stoffen oder bei hohen Temperaturen müssen mögliche Gefahren und Nebenreaktionen berücksichtigt werden.

Die Wahl des Lösungsmittels beeinflusst unter anderem die Löslichkeit der Ausgangsstoffe, die Phasenverteilung und die spätere Aufarbeitung des Reaktionsgemisches.

Deshalb sollte n-Hexan nicht allein aufgrund seiner allgemeinen Löseeigenschaften ausgewählt werden. Entscheidend sind die Anforderungen des jeweiligen chemischen Prozesses.

Chromatographie und analytische Verfahren

Auch in der instrumentellen und präparativen Analytik besitzt n-Hexan eine etablierte Bedeutung. Insbesondere bei chromatographischen Verfahren kann es als Bestandteil der mobilen Phase eingesetzt werden.

In der Normalphasen-Chromatographie werden häufig unpolare Laufmittel mit polareren Komponenten kombiniert. Durch die Anpassung des Mischungsverhältnisses lässt sich die Elutionsstärke verändern.

Dadurch können Stoffgemische entsprechend ihren Wechselwirkungen mit der stationären und mobilen Phase getrennt werden.

Bei analytischen Anwendungen spielen die Reinheit und der Gehalt an störenden Verunreinigungen eine besonders wichtige Rolle. Je nach Methode können beispielsweise chromatographische Rückstände oder andere Verunreinigungen die Messergebnisse beeinflussen.

Für solche Verfahren sind entsprechend spezifizierte Labor- oder Analysequalitäten erforderlich. Technische Qualitäten sind nicht automatisch für anspruchsvolle analytische Methoden geeignet.

Reinigung und Entfettung

Aufgrund seines Lösevermögens gegenüber zahlreichen unpolaren Rückständen kann n-Hexan in geeigneten industriellen Reinigungsprozessen eingesetzt werden.

Dazu zählen insbesondere Anwendungen, bei denen ölartige oder fettige Verunreinigungen von dafür geeigneten Materialien entfernt werden müssen.

Die Materialverträglichkeit ist dabei ein wesentlicher Faktor. Bestimmte Kunststoffe, Elastomere, Beschichtungen oder Klebstoffsysteme können durch den Kontakt mit organischen Lösungsmitteln verändert werden.

Ausserdem sind die hohe Entzündlichkeit und die gesundheitlichen Gefahren bei der Planung solcher Prozesse zu berücksichtigen. Geschlossene Reinigungsanlagen und geeignete technische Schutzmassnahmen können die Exposition reduzieren.

Für viele Reinigungsaufgaben stehen alternative Lösungsmittel oder andere Verfahren zur Verfügung. Ob n-Hexan die geeignete Wahl darstellt, hängt deshalb auch von Sicherheits- und Umweltanforderungen ab.

Bedeutung für die Kunststoff- und Polymerindustrie

Auch bei der Verarbeitung und Untersuchung von Polymeren können unpolare Kohlenwasserstoffe eine Rolle spielen. n-Hexan kommt beispielsweise als Extraktions- oder Prüfmedium infrage, wenn bestimmte niedermolekulare, lösliche Bestandteile aus einer Polymerprobe abgetrennt werden sollen.

Die Eignung hängt stark vom jeweiligen Polymer ab. Während manche Kunststoffe gegenüber aliphatischen Kohlenwasserstoffen weitgehend beständig sind, können andere Materialien quellen oder ihre Eigenschaften verändern.

Deshalb sind Materialverträglichkeitsprüfungen besonders wichtig. Neben dem Polymer selbst müssen auch enthaltene Additive, Weichmacher und weitere Formulierungsbestandteile berücksichtigt werden.

In der industriellen Praxis können solche Untersuchungen beispielsweise bei der Qualitätskontrolle, der Rohstoffcharakterisierung oder der Entwicklung neuer Formulierungen relevant sein.

Reinheit und Produktqualitäten

Nicht jedes angebotene Hexanprodukt besitzt dieselbe chemische Zusammensetzung. Für industrielle Kunden ist die Unterscheidung zwischen n-Hexan und technischen Hexangemischen deshalb besonders wichtig.

Bei hochreinen Qualitäten steht ein möglichst hoher Gehalt des unverzweigten Kohlenwasserstoffs im Vordergrund. Technische Hexangemische können dagegen weitere Kohlenwasserstoffe enthalten.

Die passende Produktqualität richtet sich nach der Anwendung. Für eine analytische Trennung können andere Reinheitsanforderungen gelten als für einen industriellen Extraktionsprozess.

Wichtige Auswahlkriterien sind der Gehalt an n-Hexan, das Siedeverhalten, die Zusammensetzung möglicher Verunreinigungen und die Anforderungen an die Dokumentation.

Auch die eingesetzten Materialien und die gewünschte Wiederverwendbarkeit des Lösungsmittels können die Auswahl beeinflussen.

Eine sorgfältige Abstimmung der Spezifikation hilft, unerwünschte Prozessschwankungen zu vermeiden und die Eignung des Rohstoffs sicherzustellen.

Sicherheit, Lagerung und Transport

Der sichere Umgang mit n-Hexan ist aufgrund seiner physikalischen und toxikologischen Eigenschaften besonders wichtig. Die Flüssigkeit ist leicht entzündlich und kann mit Luft explosionsfähige Dampf-Luft-Gemische bilden.

Darüber hinaus kann eine wiederholte oder längere Exposition zu Schädigungen des peripheren Nervensystems führen. Mögliche Folgen sind Empfindungsstörungen und Muskelschwäche.

Auch eine mögliche Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit sowie Gefahren bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege sind zu berücksichtigen.

Für industrielle Anwendungen sind deshalb geeignete technische Schutzmassnahmen erforderlich. Dazu gehören beispielsweise geschlossene Anlagen, wirksame Lüftung, die Vermeidung von Zündquellen und eine anwendungsgerechte persönliche Schutzausrüstung.

Bei der Lagerung sollten Behälter dicht verschlossen, kühl und an einem geeigneten, gut belüfteten Ort aufbewahrt werden.

Für den Gefahrguttransport ist n-Hexan der UN-Nummer 1208 und der Gefahrgutklasse 3 zugeordnet. Die konkreten Transportanforderungen sind anhand der geltenden Vorschriften und des jeweiligen Sicherheitsdatenblatts zu prüfen.

Aktuelle regulatorische Entwicklungen

Eine wichtige Entwicklung betrifft die europäische REACH-Regulierung. Am 4. Februar 2026 wurde n-Hexan in die Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe (SVHC) aufgenommen.

Grund dafür sind seine neurotoxischen Eigenschaften und die damit verbundenen möglichen schwerwiegenden gesundheitlichen Auswirkungen.

Die Aufnahme in die Kandidatenliste bedeutet nicht automatisch ein generelles Verwendungsverbot. Sie kann jedoch zusätzliche Informationspflichten auslösen und ist bei der regulatorischen Bewertung industrieller Anwendungen zu berücksichtigen.

Für Unternehmen empfiehlt es sich deshalb, die regulatorische Entwicklung zu verfolgen und bestehende Prozesse regelmässig auf ihre Konformität zu überprüfen.

Nachhaltigkeit und Lösungsmittelrückgewinnung

Bei der industriellen Verwendung flüchtiger organischer Lösungsmittel gewinnt die Reduktion von Emissionen zunehmend an Bedeutung.

Durch geschlossene Prozesssysteme und geeignete Rückgewinnungsverfahren lässt sich der Verbrauch von Frischlösungsmitteln unter bestimmten Bedingungen reduzieren.

Bei n-Hexan kann die vergleichsweise niedrige Siedetemperatur die destillative Abtrennung erleichtern. Das zurückgewonnene Lösungsmittel muss jedoch hinsichtlich seiner Reinheit und weiteren Verwendbarkeit geprüft werden.

Auch die Vermeidung von Produktverlusten und die sachgerechte Entsorgung nicht wiederverwendbarer Rückstände gehören zu einem verantwortungsvollen Lösungsmittelmanagement.

Die Wirtschaftlichkeit solcher Massnahmen hängt unter anderem von den eingesetzten Mengen, der Prozessführung und den Anforderungen an die Produktreinheit ab.

n-Hexan bei Chemira anfragen

Die Wahl eines geeigneten Lösungsmittels beeinflusst die Qualität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit industrieller Prozesse.

Chemira unterstützt Unternehmen bei der Beschaffung chemischer Rohstoffe und der Abstimmung produktspezifischer Anforderungen. Dabei berücksichtigen wir unter anderem die gewünschte Qualität, die benötigte Menge und die vorgesehenen Einsatzbedingungen.

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